Meta­morphosen Ensemble

Das Metamorphosen Ensemble verbindet Klang und Bewegung zu einem besonderen Bühnenerlebnis. Dabei bewegen sich die Instrumentalist*innen und Tänzer*innen spielerisch zwischen den Genres vom Kammerkonzert zum Ballettabend. Inspiriert von Ovids Metamorphosen entstand 2017 unter der künstlerischen Leitung von Anna Göbel und Leeroy Boone die erste Produktion „Verwandlung“.

Obsession

Mit dem Prelude „Obsession“ von Eugène Ysaye begibt sich das Metamorphosen Ensemble auf eine musikalische Reise.

Zu Beginn dieses beziehungsreichen Abends umrahmt die zweite Solosonate des belgischen Violinvirtuosen die Sonate h-moll BWV 1014 seines Vorbilds Johann Sebastian Bach, gespielt von Anna Göbel (Violine) und Shanji Quan (Klavier). So treffen barocke Klarheit und Vitalität auf romantische Besessenheit.

In diesem Spannungsfeld bewegen sich auch die beiden Tänzer Amadeus Pawlica und Keith Chin, die den Emotionen der Musik zusätzliche Tiefe und Intensität verleihen. Abwechselnd ziehen sie mit virtuosen Soli die Blicke auf sich oder laden mit minimalen Gesten zum Zuhören und Nachsinnen ein. Das kontrastreiche Programm gipfelt schließlich in César Francks Violinsonate, in deren fulminantem Finale die vier Künstler*innen die Gegensätze des Abends überwinden und in Harmonie zueinander finden.

„Der Klassik neue ästhetische Reize abgewinnen, genau das gelang dem Metamorphosen Ensemble mit seinem Projekt „Obsession“ im Kulturhaus Dock 4.“
„Ein furioser Reigen (…) fesselnde Emotionen sind hier angelegt. Anna Göbel brachte sie markant und einsatzfreudig an der Violine zum Erklingen.“
„Die Tänzer Amadeus Pawlica und Keith Chin überzeugten mit ihren wohldurchdachten wie brillant ausgeführten Choreografien.“

Georg Pepl
Hessisch / Niedersächsische Allgemeine
1. August 2022

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Begegnungen mit Bach

Mit „Begegnungen mit Bach“ richtet das Metamorphosen Ensemble den Fokus auf Johann Sebastian Bach. Auf Einladung der 32. Lüneburger Bachwoche kreierten Anna Göbel und Kristina Borbelyova im September 2020 einen minimalistischen Tanzabend, bei dem sich zwei Musiker*innen und zwei Tänzer*innen auf der Bühne zu einem außergewöhnlichen Quartett verbinden.

Anna Göbel (Violine) und Sebastian Escobar (Violoncello) verflechten Solowerke und Kammermusik von Bach mit romantischen und zeitgenössischen Kompositionen von Halvorsen, Ysaye und Schulhoff und bringen dabei überraschende Parallelen zum Vorschein. Die Choreografin Kristina Borbelyova versetzt diese Klänge in Bewegung und verleiht ihnen so eine neue Dimension. In ihren Kreationen gehen die Tänzerin Sara Ezzell und der Tänzer Joel Paulin immer wieder neue Verbindungen auch mit den Instrumentalist*innen ein, um ihre ganz persönliche Sicht auf das Leben und Werk Johann Sebastian Bachs zum Ausdruck zu bringen.

„Das Potential dieser jungen Tänzer ist mit Sicherheit groß, ihre Bewegungen gleiten und fließen, es gibt am ganzen Abend nicht einen einzigen Fauxpas.“
„(…) schön und ergreifend, insbesondere weil die Musiker ebenso vertraut miteinander sind wie die Tänzer.“
„Das musikalische und tänzerische Experiment hat sich gelohnt. (…) begeistert nahm das Publikum die Leistungen der Künstler zur Kenntnis.“

Elke Schneefuss
Landeszeitung für die Lüneburger Heide
25. September 2018

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Verwandlung

Die Zusammenarbeit von Anna Göbel und dem Tänzer und Choreografen Leeroy Boone begann mit der Suche nach dem magischen Moment, wenn Klang und Bewegung miteinander verschmelzen. Inspiriert von Ovids Metamorphosen entwickelten sie den Tanzabend „Verwandlung“ für drei Musiker*innen und vier Tänzer*innen, bei dem sich Kammermusik und Ballett auf Augenhöhe begegnen.

Musikalisch zeichnet sich dieses Programm durch den Kontrast von Solowerken von Bach und impressionistischer Klangfülle von Debussy und Ravel aus. Die Mythen des Komponisten Karol Szymanowski entführen mit ihren sphärischen Klängen in eine geheimnisvolle Welt, in der nichts so bleibt, wie es scheint. Violine und Klavier hauchen in diesen musikalischen Poemen den antiken Figuren Arethusa, Pan, Narziss und Echo neues Leben ein und spannen einen Bogen bis zum fulminanten Finale mit Schostakowitschs erstem Klaviertrio.

Die Choreografen Marc Jubete Bascompte, Florimon Poisson und Leeroy Boone lassen in ihren Werken „Partir“, „Clair de lune“, „Pygmalions Tänze“ und „Desiderare“ die poetische Kraft und Schönheit der griechischen Sagenwelt erstrahlen. In den Bewegungen der Tänzer*innen geben sie den Erzählungen von Göttern, Fabelwesen und Menschen ihre eigene Handschrift und führen uns die zeitlose Gültigkeit ihrer von Vorsehung, Liebe und Gewalt bestimmten Schicksale vor Augen. Die Premiere von „Verwandlung“ fand 2017 mit Anna Göbel (Violine), Anna Catharina Nimczik (Violoncello), Krisztina Gyöpös und Catalina Hrubaru (Klavier) sowie Tänzer*innen des Hamburg Ballett im monsun.theater Hamburg statt.